Sie sind hier:   Sebastian Münster > Mainz in der Cosmographie  > Martyrium des Hl. Alban

Mainz - St. Alban


Erklärungen und Kommentare (Gs)


"Anno Christi 425."

Durch Rabanus Maurus ist in das sagenhafte Martyrium  von St. Alban überliefert:

Alban sei zur Zeit des Kaisers Theodosius I. von Ambrosius zusammen mit seinen beiden Begleitern Theonestus und Ursus zur Mission nach Gallien ausgesandt worden. In Mainz sei durch sie der abgesetzte Bischof Aureus wieder eingesetzt worden, der jedoch wenig später bei einem Angriff der Vandalen auf die Stadt im Jahre 406 erschlagen worden sei.

Während des gleichen Angriffs sei Alban beim Gebet überrascht, ergriffen und enthauptet worden. Der Legende nach habe er seinen abgeschlagenen Kopf an die Stelle gebracht, an der er beigesetzt werden wollte.

Bei Ausgrabungen im Süden der Stadt Mainz fand man auf einem Friedhof aus spätrömischer Zeit ein Grab, das man ihm zuordnet. Wegen der Ähnlichkeit seines Todes und der Namensgleichheit wird er häufig mit dem Heiligen Alban von England verwechselt.

Karl der Große erbaute ihm zu Ehren und seiner 794 verstorbenen dritten Gemahlin, Fastrada, das zur Ruhestätte bestimmte Stift St. Alban vor Mainz auf der Albanschanze bei Mainz, in der lange Zeit die Bischöfe der Stadt Mainz beigesetzt wurden.

Hier wurde auch der Wikingerkönig Harald/Heriold getauft.

 

Gs, erstmals: 26.08.06; Stand: 01.03.17