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er "Darnach anno Christi 1471 zoch hertzog Friderich..."


Autor: Hartmut Geißler

Im Zuge seiner Auseinandersetzungen mit dem Grafen Ludwig ("dem Schwarzen") von Pfalz-Veldenz-Zweibrücken führte der Pfalzgraf und Herzog Friedrich I. ("der Siegreiche") in den Jahren 1470 und 1471 mehrere erfolgreiche Feldzüge durch, u.a. auch den nach Nieder-Olm, das Erzbischof Adolf von Nassau während der Mainzer Stiftsfehde 1461 an Ludwig verpfändet hatte.

Friedrich nahm im Juli 1471 mit 14.000 Mann die Pfalz-Zweibrücker Orte Wachenheim, Groß- und Klein-Bockenheim ein und erschien am 23. Juli vor Nieder-Olm. Nach zweitägiger Belagerung der kurmainzische Stadt und seiner Burg erschien eine Delegation aus Mainz in seinem Lager, um zu verhandeln.

Er rückte ab, nachdem ihm das Domkapitel 4.000 Gulden Ablösesumme für die Rückgabe des Amtes Olm gezahlt hatte.

Mit Ingelheim hat dieses Ereignis direkt nichts zu tun. Warum zitiert es Münster hier?

 

Gs, erstmals: 26.08.06; Stand: 02.03.17