Sie sind hier:   Ingelheimer Persönlichkeiten > Ingelheimer (Ober-) Bürgermeister  > Hans Ulrich Oehlschlägel

Hans Ulrich Oehlschlägel, SPD

 

 

Hans Ulrich Oehlschlägel aus "50 Jahre Stadt Ingelheim"

Hans Ulrich Oehlschlägel erblickte am 11. Mai 1930 in Meißen das Licht dieser Welt. Die Schulzeit in seiner Heimatstadt unterbrach die Katastrophe von 1945.

In Niedersachsen trat er eine Landwirtschaftslehre an und übte seit 1948 im rheinhessischen Raum landwirtschaftliche Gehilfentätigkeit aus. Nach der Winzergehilfenprüfung besuchte er die Weinbauschule Oppenheim sowie die Höhere Weinbauschule in Bad Kreuznach und studierte Land- und Volkswirtschaft in Gießen. 1955 legte Hans Ulrich Oehlschlägel die Nichtschüler-Reifeprüfung ab. Anschließend studierte er in Frankfurt, Freiburg und Mainz Rechtswissenschaft.

Beide Examina legte er in Mainz ab und wurde nach Tätigkeiten als Polizeidezernent in Darmstadt und Stadtrechtsrat in Zweibrücken von 1966 bis 1972 Bürgermeister und danach bis 1975 Oberbürgermeister von Ingelheim.

Oehlschlägel wurde 1973 anlässlich des zehnten Jahrestages der Städtepartnerschaft mit Autun zum dortigen Ehrenbürger ernannt und brachte 1971 auch die Städtepartnerschaft mit Berlin-Kreuzberg auf den Weg.

Er maßgeblich am Eingemeindungsprozess mit Groß-Winternheim 1972 beteiligt.

Jahrzehnte lang gehörte Oehlschlägel auch dem Kirchenvorstand der Saalkirche und der Dekanatssynode in Ingelheim sowie von 1998 bis 2010 auch der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an. Für sein langjähriges Engagement hatte ihm die EKHN 2014 die Silberne Ehrennadel verliehen.

Hans Ulrich Oehlschlägel starb am 13. August 2015 in Ingelheim.


Gs, erstmals: 16.03.09; Stand: 19.04.17