Vereinsveranstaltungen 1. Halbjahr 2017

 

Vortrag "Calvinismus in der Kurpfalz. Evangelische aus ganz Europa verändern das Pfälzer Leben"

Dienstag, 31.01.2017, 19.00 Uhr

Die Kurpfalz in der Reformationszeit war eines der zentralen Territorien des refomierten Protestantismus, international vernetzt und von großer Bedeutung für die Entwicklung des Calvinismus in Westeuropa. Zugleich beeinflussten die europäischen reformierten Migranten Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur in der Kurpfalz wesentlich.

Vortrag von Dr. Judith Becker, Mainz

Ort: Fridtjof-Nansen-Haus, Großer Saal

Vortrag: „Volksgemeinschaft im Weinglas? Zur Beziehungsgeschichte von Weinbau und Nationalsozialismus"

 

Mittwoch, 15.02.2017, 19.00 Uhr

„Das besondere Blut aber in dieser Landschaft, (…), das ist unser Wein.“ Mit diesen wenigen Worten brachte der pfälzische Gauleiter Josef Bürckel die Ideologie des Nationalsozialismus und den Mythos Wein zusammen, als er in einem beispiellosen propagandistischen Coup die „Deutsche Weinstraße“ im Oktober 1935 eröffnete. Doch wie stand es jenseits des „schönen Scheins“ von Wein als Volksgetränk tatsächlich um die Förderung von Weinbau und Weinwirtschaft durch die nationalsozialistische Machtwalter in den Jahren 1933 bis 1945? Welche Rolle spielten die in der Weinwirtschaft Tätigen beim Aufstieg und dem Machtausbau der NSDAP? Wer zählte zu den Gewinnern, wer waren die Verlierer? Und was veränderte sich in den Kriegsjahren?

Dem Zusammenhang von Wein, Gesellschaft und Politik in den nationalsozialistischen Jahren widmet sich dieser Vortrag.

Vortrag von Dr. Pia Nordblom, Mainz

Im Anschluss Filmvorführung: „Der Coup des Gauleiters – Die Geburt der Deutschen Weinstraße“ (Julia Melan für den SWR)

Ort: Fridtjof-Nansen-Haus, Großer Saal

Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen

 

Dienstag, 21.03.2017, 19.00 Uhr

Ort: Fridtjof-Nansen-Haus, Großer Saal

Vortrag „Sebastian Münster und Dr. Martin Luther“

 

Mittwoch, 05.04.2017, 19.00 Uhr

Beide lebten in der Zeit des Umbruchs vom Spätmittelalter zur Neuzeit, waren Bauernsöhne und Liebhaber des guten Weines. Ob sich Sebastian Münster und der fünf Jahre ältere Martin Luther jemals begegnet sind, ist nicht belegt; auch fehlt bis heute ein Nachweis über einen möglicherweise stattgefundenen Briefwechsel. Münster hat sich sehr früh mit den Gedanken Luthers identifiziert und bereits zwei Jahre nach der Veröffentlichung die „Dekalog-Predigten“ des frummen geystlichen / vnd hochgelerten man D. Martinum Luther 1520 in einer bewusst einfachen Sprache ins Deutsche übersetzt und damit eine Publikum außerhalb des Klerus erreicht.

Gegen das Verbot der Kirche haben beide, Münster wortgetreu und Luther dem Sinn nach, die Bibel aus der Ursprache übersetzt und wurden daraufhin als Häretiker verurteilt. Luther lobte zwar Münsters Gelehrsamkeit, warf ihm aber eine allzu große Nähe zu den rabbinistischen Träumereien vor. Das trifft auch zum einen für die Spätschrift Luthers „Von den Juden und ihren Lügen“ aus dem Jahr 1539 zu, in der er sich zum anderen in aggressiver und menschenverachtender Weise gegen die Juden wendet. Münster dagegen zeigt sich in seinen Schriften als Wegbereiter der Toleranzidee, auch wenn er in seiner Beurteilung der Juden noch weitgehend von dem judenfeindlichen Klischee seiner Zeit befangen bleibt.

Vortrag von Vorstandsmitglied Reiner Letzner

Ort: nach Ankündigung

Vortrag: "Wie aktuell ist das Urteil deutscher Dichter und Denker über die Deutschen?"

 

Mittwoch, 10.05.2017, 19.00 Uhr

Vor über 50 Jahren wurde die Frage aufgeworfen: „Sind wir noch das Volk der Dichter und Denker?“. Damit wird es aber auch ratsam zu prüfen, was denn deutsche Dichter und Denker über die Deutschen sagen.

Vortrag von Prof. Dr. Johannes Fried, Frankfurt

Ort: nach Ankündigung

„Die Baugeschichte der Burgkirche in Ober-Ingelheim und ihr sozialer Kontext im Mittelalter“

 

Dienstag, 06.06.2017, 19.00 Uhr

Dr. Dr. Hauke Horn von der Universität Mainz wird in seinem Vortrag die Baugeschichte der Burgkirche in Ober-Ingelheim im Licht neuer Forschungsergebnisse betrachten und anhand dessen darlegen, wie im Mittelalter verschiedene soziale Gruppen am Bau der Kirche partizipierten.

Vortrag von Dr. Dr. Hauke Horn, Mainz

Ort: nach Ankündigung