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Ein Fruchtmarkt in Ober-Ingelheim im 18. Jahrhundert

 

Autor: Hartmut Geißler
nach Saalwächter, Andreas, Kleine Mitteilungen im Rheinhess. Beobachter, 5. Dez. 1920, auf die uns freundlicherweise Peter Weiland aufmerksam machte

 

In seinen "Kleinen Mitteilungen aus der Geschichte des Ingelheimer Grundes" (Rhh. Beob. 1920/21) beschrieb Andreas Saalwächter auch die Existenz eines Fruchtmarktes in Ober-Ingelheim im 18. Jahrhundert, den alle pfälzischen Untertanen bei Androhung von Strafe benutzen mussten.

Anbieter waren danach Produzenten aus dem Umland, die Käufer waren Händler aus dem Rheingau. Ähnliche Fruchtmärkte, auf denen vor allem Getreide gehandelt wurde, gab es auch in den Pfälzer Orten Bretten, Edenkoben, Frankenthal, Heidelberg, Kaiserslautern, Kreuznach, Ladenburg, Mannheim, Neustadt und Oppenheim. Der Zoll machte seine Beschickung aber für Produzenten von außerhalb des Ingelheimer Grundes unattraktiv.

Der Markt ging nach der französischen Zeit im 19. Jahrhundert ein.

 

Gs, erstmals: 14.07.16; Stand: 07.02.17