Erzabbau von Bohnerzen auf dem Westerberg ab 1857

 

Autor: Hartmut Geißler
nach Saalwächter, Namen, BIG 13 und
Bartz, 1940, Bohnerzvorkommen

 

Der Erzabbau von Bohnerzen vom Westerberg gegenüber von Appenheim wurde durch eine deutsch-holländische Aktien-Gesellschaft im April 1857 aufgenommen. Die Bohnerze, die sich in eisenhaltigem Wasser vor 3 bis 5 Millionen Jahren gebildet hatten, wurden mit Pferdegespannen zum Hafen von Frei-Weinheim gefahren und dort zerkleinert, und zwar unterhalb des Kranes in Flur II "Am Rahnacker". Von dort wurden das Roheisen per Schiff ins Ruhrgebiet transportiert.

Saalwächter schreibt (S. 58):
"Der Betrieb war beachtlich. Für Fuhrlohn und Wäscherei wurden im Monatsdurchschnitt 3000 Gulden verausgabt. Als mit steigenden Transportkosten das Unternehmen ein Verlustgeschäft wurde, ging es zwischen den Jahren 1860 und 1870 ein."

Bohnerzvorkommen auf dem Westerberg zwischen Appenheim und Groß-Winternheim (Reichsstelle
für Bodenforschung, Berlin 1940)

 

Gs, erstmals 22.02.07; Stand: 04.16.16