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Vortrag "Gutenbergs Bedeutung für die Welt-Mediengeschichte"

 

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Als erste Medienrevolution bezeichnen wir den Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit seit dem 4. Jahrtausend v. Chr., der mit dem Aufkommen der Hieroglyphen, der Keilschrift, ab etwa 800 des griechischen Alphabets und ab 600 v. Chr. der lateinischen Buchstaben einsetzt. Nun war es erstmals möglich, Wissen nicht nur aktuell mündlich weiterzugeben, sondern nun auch über Generationen und über Grenzen schriftlich zu tradieren.

Gutenberg steht für den europäischen Bereich für die zweite Medienrevolution, die es durch ein mechanisiertes serielles Verfahren ermöglichte, dieses Wissen vom Prinzip her jedermann zur Verfügung zu stellen und damit einen Aufbruch in der Bildungsgeschichte, bei den Universitäten, bei den Kirchen und bei den gesellschaftlichen Strömungen ermöglichte, ohne deren Wirkung weder eine Reformation noch die Aufklärung noch die Demokratisierung in der Form möglich gewesen wären.

Zurzeit erleben wir eine dritte Medienrevolution, die es möglich macht, ohne das Zwischenschalten von Redaktionen und Verlagen Wissen und Information direkt von Mensch zu Mensch zu verbreiten, wobei wir in dieser Umbruchsituation auch erleben, dass eine Garantie der übermittelten „Wahrheit“ nicht in jedem Falle gegeben ist.

Der Vortrag thematisiert die Bedeutung Gutenbergs, zeigt seine wichtigsten Lebensdaten, seine Netzwerkbildung und seine wichtigsten Schriften für Theologie und Bildung auf.

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Füssel, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Ort: WBZ, Großer Saal

 

Weitere aktuelle Termine unter: Vereinsveranstaltungen

Prof. Dr. Stephan Füssel mit Gutenberg-Bibel, Foto: (c) JGU Mainz